Gefährliche Pestizide sofort verbieten!
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foodwatch
 
„Die Arroganz der Satten!“
„Die hässliche Fratze des Ökofaschismus!“
- Kommentare auf Twitter, gerichtet an foodwatch
 
 

Hallo Egon W. Kreutzer

Unsere angestrebte Klage gegen fünf toxische Pestizide hat in den sozialen Medien große Wellen geschlagen. Aber sind unsere Forderungen wirklich so hanebüchen?

Ein knappes Drittel aller in der EU zugelassenen Pestizidwirkstoffe besitzt keine abschließende Risikobewertung. Darunter das nachgewiesen hochgefährliche Dimethomorph (fruchtbarkeitsschädigend) und Deltamethrin (nervenschädigend).

Unsere Forderung: Ernährungsminister Cem Özdemir muss Pestizid-Mittel mit diesen und anderen potenziell gefährlichen Wirkstoffen sofort vom Markt nehmen. Zum Schutz unserer Gesundheit und der von Flora und Fauna. Sie halten das auch nicht für „arrogant“ und „ökofaschistisch“? Dann unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition an den Grünen-Minister.

 
 
Pestizide jetzt verbieten!
 
 

Sie möchten mehr Informationen? Die finden Sie in unserem Newsletter zum Start der Aktion „Ungeprüfte Pestizide: Augen auf, Cem Özdemir!“ weiter unten.

Danke im Voraus für Ihre Unterstützung!

Annemarie Botzki, Kampagnen und Recherchen

 
 

 

 

Hallo Egon W. Kreutzer

es schädigt die Fruchtbarkeit, es ist giftig für Fische, Algen und andere Lebewesen im Wasser: Das toxische Pestizid Dimethomorph1. Die EU hat es längst als “nicht genehmigungsfähig”2 eingestuft. Trotzdem wird es weiter in großen Mengen auf Feldern versprüht3

Aber damit nicht genug: foodwatch-Recherchen haben aufgedeckt, dass allein in diesem Jahr die zuständige Behörde4, die direkt dem grün geführten Bundesagrarministerium unterstellt ist, 150 neue Pestizid-Mittel zugelassen hat – obwohl diese Mittel Wirkstoffe enthalten, bei denen teilweise seit Jahren die Sicherheitsprüfung auf EU-Ebene verschleppt wird. Zugelassen wurde auch ein Mittel, das den toxischen Wirkstoff  Dimethomorph enthält, bei denen Studien inzwischen klar drastische Auswirkungen belegen.

„Wir retten Bienen!“5 So stand es 2021 noch dick und fett auf den grünen Wahlplakaten. Doch die grüne Tagespolitik sieht anders aus: Cem Özdemir, der verantwortliche grüne Minister, genehmigt in Dauerschleife hochgiftige Pestizide. Damit tötet er nicht nur Bienen und Insekten, sondern gefährdet auch unsere Gesundheit und das Leben in Flüssen und Böden. 

Dänemark zeigt, dass es auch anders geht: Dort sind gerade einmal 154 Pestizid-Wirkstoffe zugelassen, während in Deutschland 273 erlaubt sind6. Der grüne Minister muss sich jetzt ein Beispiel an der dänischen Regierung nehmen.

Unterschreiben Sie unsere Aktion und fordern Sie Cem Özdemir auf, die gefährlichsten Produkte sofort vom Markt zu nehmen!

 
 
Gefährliche Pestizide stoppen!
 
 

Flufenacet und Deltamethrin sind hochtoxische Pestizid-Wirkstoffe, die eins gemeinsam haben: Ihr Risiko wurde noch nie abschließend von der EU überprüft – und dennoch werden sie in großen Mengen in Deutschland gespritzt7.

Gleich mehrere Insektengifte mit dem Wirkstoff Deltamethrin wurden in Deutschland seit dem Regierungswechsel zugelassen. Dieser Stoff ist nervenschädigend – und das nicht nur für Läuse oder Mücken, sondern auch für Bienen und Hummeln8. Doch seit fast zehn Jahren hängt er in der „Dauerschleife“ für die Zulassung. Obwohl es genügend weniger toxische Alternativen gibt und somit der Wirkstoff ohne Weiteres ersetzt werden kann.

Dieser Wirkstoff ist keine Ausnahme: Bei 30 Prozent aller in der EU verwendeten Pestizide sind die Zulassungen eigentlich abgelaufen9. Die EU verlängert diese einfach immer wieder ohne neue Risikobewertung, obwohl es inzwischen viele neue Studien gibt, die die Gefahren offenlegen.

Trotz des problematischen Prozesses auf EU-Ebene könnte das Ministerium von Cem Özdemir die Mittel vom deutschen Markt verbannen. Dafür müsste er nur das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit anweisen, die ungeprüften Pestizid-Mittel nicht einfach durchzuwinken. 

Cem Özdemir muss endlich handeln und diese leichtsinnige Praxis beenden – das ist die erste wichtige Maßnahme hin zu einer pestizidfreien Landwirtschaft ab 2035, für die sich foodwatch einsetzt. 

 
 
Özdemir muss handeln!
 
 
 

Vielen Dank und herzliche Grüße

Annemarie Botzki, Kampagnen und Recherche

 
 
P.S.: Eigentlich sieht die EU bereits vor, dass „chemische Pestizide nur als letztes Mittel eingesetzt werden dürfen“10. Doch davon sind wir weit entfernt. Der Absatz von einigen Ackergiften hat sich seit dem Jahr 2014 verdoppelt11. Daran muss sich grundlegend etwas ändern. Unterschreiben Sie jetzt gegen die fahrlässigen Zulassungen: 
 
 

Quellen:
1 European Chemicals Agency, CLH report for Dimethomorph, Proposal for Harmonised Classification and Labelling, November 2018, Abgerufen am 15.12.2022.
European Chemicals Agency, Substance Infocard, dimethomorph (ISO), 01. November 2022, Abgerufen am 15.12.2022.
European Commission, EU Pesticides Database. Abgerufen am 15.12.2022.
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Zulassungsverfahren - Schutz von Gesundheit und Umwelt. Abgerufen am 15.12.2022.
Bündnis 90/ Die Grünen, Unsere Kampagne zur Bundestagswahl: Bereit, weil Ihr es seid. Abgerufen am 15.12.2022.
European Commission, EU Pesticides Database. Abgerufen am 15.12.2022.
foodwatch, Glyphosate: just the tip of the iceberg. Abgerufen am 15.12.2022.
Bienen Nachrichten, Neue Pestizide tödlich für Hummeln, 15.März 2022. Abgerufen am 15.12.2022.
foodwatch, Glyphosate: just the tip of the iceberg. Abgerufen am 15.12.2022.
10 Europäische Kommission, Europäischer Grüner Deal: Weniger chemische Pestizide, umfassende Renaturierung, 22. Juni 2022. Abgerufen am 15.12.2022.
11 Der Standard, Wie ein EU Leitfaden den Ersatz riskanter Pestizide verhindert, 27. September 2022. Abgerufen am 15.12.2022.