Um den Newsletter online zu lesen, klicken Sie bitte hier.
Jetzt Förderer/Förderin werden!
Hallo und guten Tag,

unglaublich, aber leider wahr: Wir alle kennen Quecksilber, ein Stoff, von dem wir seit unserer Kindheit wissen, dass er giftig ist. Ein Stoff der früher in Fieberthermometern zu finden war und vor dem uns unsere Eltern gewarnt haben. Der Grenzwert für diesen Stoff in bestimmten Fischen soll um 100 (!) Prozent erhöht, es soll also doppelt so viel Quecksilber erlaubt werden, wie bisher!

Trotz des enormen Risikos, das von dieser Substanz ausgeht, gehört Quecksilber mittlerweile zu unserem Alltag. Es ist sowohl in Haushaltsgegenständen als auch Zahnfüllungen zu finden. Viele Menschen lassen sich ihre Amalgam-Plomben entfernen, um den gesundheitsschädlichen Folgen dieses Giftes zu entgehen. Die höchsten Konzentrationen finden sich aber in Fischen. Warum? Durch Abgase vor allem aus Kohlekraftwerken landet es in Flüssen, Seen und vor allem im Meer - und so auch in den Meeresbewohnern. Besonders belastet sind große Raubfische, die am Ende der maritimen Nahrungskette stehen, wie Schwert- und Thunfische. Aber auch in kleineren Fischen wie Lachsen und Forellen ist das Nervengift, allerdings in deutlich geringeren Mengen, zu finden.

Quecksilber-FischDie Belastung mancher Fischarten ist so hoch, dass das Bundesumweltministerium Schwangeren vom Verzehr einiger Fischarten ausdrücklich abrät. Das erscheint plausibel, wenn man sich die Quecksilberkonzentrationen in manchen Fischen anschaut. Traurige Berühmtheit erlangte die japanische Stadt Minamata, weil dort besonders viele Kinder mit Behinderungen geboren wurden, nachdem die Mütter mit Quecksilber belasteten Fisch verzehrt hatten. Bei Erwachsenen soll Quecksilber für eine Reihe von Nervenstörungen verantwortlich sein.

Die Aufnahme selbst kleinster Mengen von Quecksilber führt auf Dauer zu Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Entzündungen des Zahnfleisches und Zahnausfall. Auch Leber- und Nierenfunktionsstörungen und die Schädigung des Zentralnervensystems gelten als typisch. Letztere äußern sich unter anderem durch Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und psychische Symptome wie Angst, Schreckhaftigkeit und Erregungszustände.

Vor diesem Hintergrund ist die an Schwangere gerichtete Warnung der Behörden vor dem Verzehr bestimmter Fische nicht nur folgerichtig, sondern zwingend. Völlig unverständlich aus Verbrauchersicht ist hingegen: Die EU-Kommission möchte nun die zulässigen Höchstwerte bei einigen besonders hoch belasteten Fischen verdoppeln. Damit werden einzig und allein die Gewinninteressen eines Teils der Fischindustrie bedient!

Ja, Sie haben richtig gelesen: Bei den bekanntermaßen hochgradig belasteten Raubfischen sollen die Grenzwerte nicht etwa verschärft werden, so wie man es erwarten könnte und was angesichts der Giftigkeit von Quecksilber nur logisch wäre, sondern sie sollen lascher werden. Und dass nicht nur um 10 oder 20 Prozent, sondern um 100 Prozent! Das finden wir nicht hinnehmbar und werden uns deshalb mit aller Kraft dagegen wehren. Wenn Sie diesen Anschlag auf die Gesundheit der Verbraucher genauso unerträglich finden wie wir, dann zeigen Sie das den Verantwortlichen und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.

Sie werden verstehen, dass wir in einer solchen Situation Alarm schlagen müssen. Als Verbraucherorganisation müssen wir alles tun, um diesen sorglosen Umgang mit unserer Gesundheit anzuprangern und wenn möglich eine Reduktion des Grenzwertes für Quecksilber für hoch belastete Raubfische zu erreichen. Eine Verdoppelung können wir auf gar keinen Fall tolerieren!
 
Liebe foodwatch-Interessenten, bitte helfen Sie uns dabei, diesen Angriff auf unsere Gesundheit zu verhindern und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Genmais Wenn Sie uns kennen, dann wissen Sie wahrscheinlich, dass wir uns mit noch vielen anderen Missständen befassen. Wir kämpfen mit anderen Organisationen gegen das intransparente Freihandelsabkommen TTIP, weil es unsere Verbraucher- und Sozialstandards gefährdet bzw. einfriert. Um TTIP zu verhindern, haben wir eine große Demonstration mitorganisiert und werden in Zukunft noch viel Kampagnen- und Aufklärungsarbeit leisten müssen. Vor allem aber müssen wir den Mächtigen zeigen, dass viele Menschen bei diesem Kampf hinter uns stehen. Wenn Sie auch ein Zeichen setzten wollen, dann helfen Sie uns dabei und werden Förderin/Förderer von foodwatch.

Wir decken Verbrauchertäuschungen auf und möchten, dass Gentechnik im Essen entweder ordentlich gekennzeichnet wird oder von unseren Tellern verschwindet. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir manchmal gar nicht, wo wir anfangen und wo wir aufhören sollen, weil es so viel zu tun gibt. Dennoch: Unser kleines 16-köpfiges Team arbeitet hart gegen die Übermacht der Lebensmittelkonzerne und die Untätigkeit der Politiker. Aber um erfolgreich zu sein, müssen wir der Lebensmittelindustrie und den Politikern zeigen, dass wir nicht nur ein paar versprengte Aktivisten sind, sondern dass die Verbraucher hinter uns stehen. Dann können wir auch was erreichen. Wenn Sie gemeinsam mit uns, den Mächtigen Paroli bieten wollen, dann werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer und kämpfen Sie mit uns gemeinsam!
  Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen

Wenn Sie den Newsletter abbestellen oder Ihre E-Mail-Adresse ändern möchten, klicken Sie bitte hier.

Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail:
aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 - 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.