Um den Newsletter online zu lesen, klicken Sie bitte hier.
Jetzt Förderer/Förderin werden!
Hallo und guten Tag, {FIRSTNAME} {LASTNAME}

wussten Sie eigentlich, dass viele unserer Lebensmittel Vitamine enthalten, die in China unter erbärmlichsten Arbeitsbedingungen hergestellt werden? Und dass fast immer super-ungesunde, überzuckerte und zu salzige Lebensmittel damit versetzt werden? Und dass am Ende in den Supermarktregalen ungesunde Lebensmittel stehen, deren Bestandteile unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, die uns aber als besonders wertvoll verkauft werden?
 
Aber der Reihe nach: Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hat vor Kurzem in einem Artikel die Zustände in der chinesischen Millionenstadt Shijiazhuang beschrieben, aus der ein großer Teil der künstlichen Vitamine für Nahrungsmittel und Medikamente für Europa stammt. In den Fabriken der als „Medikamentenmetropole“ bekannten Stadt schuften Arbeiter unter Bedingungen, die hierzulande inakzeptabel wären: Für unwürdige Mini-Löhne hantieren sie mit krankmachenden Stoffen, schuften sie tagein tagaus stundenlang in schadstoffgeschwängerter Fabrikluft. Über der Stadt, die als eine der dreckigsten weltweit gilt, steht regelmäßig der Smog, durch die Straßen bewegen sich viele Menschen nur noch mit Atemschutzmasken. Diese Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen nach dem Motto „Was kümmern mich chinesische Fabrikarbeiter, Hauptsache sie produzieren für uns billige Vitamine“ ist schlicht skandalös und darf nicht unwidersprochen hingenommen werden. Deshalb helfen Sie uns und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.
 
Ebenso unerträglich ist für mein Team und mich, wie Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande mit diesen Vitaminen hinters Licht geführt werden. Denn mit den billigen synthetischen Stoffen peppen Lebensmittelhersteller ihre Produkte werbewirksam als „besonders hochwertig“ und „gesund“ auf, was ihnen zusätzliche Gewinne beschert. Sie mischen die Industrie-Vitamine in Wurst und Joghurt, Fruchtsäfte und Kakao, Bonbons, Zuckergetränke und Energy-Drinks.

Doch viele Verbraucher und Verbraucherinnen ahnen nicht: In Deutschland sind 90 Prozent der Produkte, die mit den angeblich „immunstärkenden“ und „gesunden“ Vitaminen werben, in Wahrheit zu süß, zu fettig oder zu salzig – also alles andere als gesund; sie entsprechen damit auch nicht den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um als ausgewogene Lebensmittel zu gelten. Das zeigt eine von uns vor Kurzem vorgestellte Studie, für die wir in Deutschland 214 Produkte unter die Lupe nahmen; in den Niederlanden ließen wir 430 Produkte mit Vitaminwerbung auf der Verpackung untersuchen, davon waren nach den WHO-Standards drei Viertel ungesund. Helfen Sie uns als Förderer/Förderin von foodwatch auch in Zukunft solche Studien durchführen zu können. Denn nur mit gut recherchierten Fakten können wir die Debatte um den massenhaften Gesundheitsschwindel voranbringen.
 
Seit langem kämpfen wir dafür, dass ungesunde Produkte nicht mit vermeintlich gesunden Vitaminen beworben werden dürfen. Leider muss ich einräumen, dass wir in diesem Kampf noch weit vom Ziel entfernt sind. Denn eigentlich hätte die EU bereits 2009 sogenannte Nährwertprofile mit Mindestanforderungen festgelegen müssen – so steht es in der europäischen Health Claims-Verordnung. Danach sollten Produkte, die zu viel Fett, Salz oder Zucker enthalten, nicht mit gesundheits- oder nährwertbezogenen Angaben werben dürfen. Doch das EU-Parlament ist unter dem Druck der Lebensmittel-Lobby eingeknickt und hat sich vor Kurzem dafür ausgesprochen, dass solche Mindestanforderungen aus der Verordnung gestrichen werden. Wenn die EU-Kommission dem folgt, dürfen auch weiterhin selbst Süßigkeiten oder Limonade ganz legal mit Gesundheitsslogans beworben werden, nur weil ihnen ein paar Milligramm Vitamine oder Bruchteile von Milligramm zugesetzt wurden – wohlgemerkt synthetische Vitamine aus chinesischen Fabriken, in denen wohl keiner der Abgeordneten und auch kein Manager aus der europäischen Lebensmittelindustrie auch nur einen Tag arbeiten wollen würde.

Unterstützen Sie uns, indem Sie Förderin/Förderer von foodwatch werden. Je mehr Menschen hinter foodwatch stehen, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen durch Kampagnenarbeit in die Öffentlichkeit bringen. Es darf nicht sein, dass Politiker die negativen Seiten der globalen Wirtschaftsketten derart ignorieren. Und es darf nicht sein, dass europäische Lebensmittelmultis ihre Profite steigern, indem sie uns – und unsere Kinder – mit Gesundheitsversprechen systematisch in die Irre führen. In Europa und Deutschland gibt es eine noch nie dagewesene Fülle an Nahrungsmitteln, mit denen wir uns ausgewogen ernähren können. Lebensmittel mit Vitamin-Zusätzen sind für die allermeisten Menschen vollkommen überflüssig!
 
Wir fordern deshalb: Keine Vitamin-Werbung auf überzuckerten Getränken, Schluss mit dem Vitamin-Schwindel auf zu fettigem und zu salzigem Junkfood. Stärken Sie uns als Förderer/Förderin von foodwatch, um diese Botschaft weiter hörbar in die Öffentlichkeit zu tragen.  

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderer/Förderin und kämpfen Sie mit uns gemeinsam!
 
  Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen
 
Wenn Sie den Newsletter abbestellen oder Ihre E-Mail-Adresse ändern möchten, klicken Sie bitte hier.
 
Impressum
 
Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail:
aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 - 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.